Küstenpostkarte vom 18.10.2026- Der unsichtabre Anker im Herzen...

Moin du Liebe, moin du Lieber, wenn der Wind des Lebens von vorne bläst und die Wellen um uns herum mal wieder besonders hoch schlagen, versuchen wir oft, einfach nur stark zu sein. Wir drücken den Kopf nach unten, halten durch und vergessen dabei manchmal ganz, wie anstrengend so ein Sturm eigentlich sein kann. Man funktioniert einfach, erledigt eine Aufgabe nach der anderen und macht weiter – während der Alltag da draußen unermüdlich tobt. Aber weißt du, was das Schönste an der Küste ist? Egal wie heftig der Wind fegt, es gibt immer diese kleinen, geschützten Häfen. Und im echten Leben sind das meistens keine Orte, sondern Menschen. Wenn wir uns in der heutigen Welt umschauen, beschleicht einen ja manchmal dieses leise Gefühl, dass das ganz Normale, das Ursprüngliche, ein Stück weit verloren geht. Alles wird schneller, lauter, voller Erwartungen. Jeder hat eine Meinung, jeder redet dazwischen, und echtes, tiefes Zuhören – ohne direkt eine Lösung parat zu haben oder dagegenzureden – ist leider zu einer echten Seltenheit geworden. Wir hetzten durch die Tage, getrieben von Terminen, Verpflichtungen und gedanklichen To-do-Listen. Und wie oft passiert es uns dabei ganz unbewusst, dass wir genau die Menschen als selbstverständlich hinnehmen, die uns am allermeisten bedeuten? Wir haben sie ja um uns. Sie sind einfach da. Und weil der Alltag so laut schreit, vergessen wir im Trubel manchmal, wie kostbar diese Menschen an unserer Seite eigentlich sind. Umso berührender sind die Momente, in denen wir kurz innehalten – und spüren, bei wem all das einfach von einem abfällt. Es sind die Menschen, die dir ohne viele Worte eine Tasse Tee hinstellen, wenn dein Kopf voll ist. Die dich einfach genau so sein lassen, wie du in diesem Moment bist – ganz egal, ob du gerade vor Energie sprühst oder ob dir alles zu viel wird. Bei ihnen darfst du deinen Schutzpanzer einfach an der Garderobe abgeben. Sie sind die, die dein Lächeln kennen, aber dein Schweigen genauso gut verstehen. Wie befreiend ist es bitte, mit jemandem einfach mal gemeinsam zu schweigen, ohne dass sich das unangenehm anfühlt? Ohne dass man das Gefühl hat, die Stille füllen zu müssen. Und wie wunderbar ist es, wenn man mit diesem einen Menschen plötzlich wieder aus vollem Herzen lachen kann, weil alle Schwere für einen kurzen Augenblick von den Schultern weicht? Weißt du, wir glauben oft, dass wir den Menschen, die wir lieben, riesige Gesten schulden. Ein großes Geschenk, ein perfekter Anlass, die genau passenden Worte. Aber das stimmt gar nicht. Weißt du, was meistens viel schöner ist als jedes teure Geschenk der Welt? Ein echtes, ehrliches Lächeln von Herzen. Ein Lächeln ist das leise, aber allerschönste Dankeschön, das es gibt. Es braucht keine Verpackung, keine großen Reden und keinen festlichen Rahmen. Es kommt einfach aus dem tiefsten Inneren, trifft sofort das Herz des anderen und wärmt die Seele für den ganzen Tag. Solche Menschen sind wie ein unsichtbarer Anker in unserem Leben. Sie halten uns nicht fest, um uns einzuengen. Sie halten uns fest, damit wir in dieser reizüberfluteten Strömung nicht verloren gehen. Sie geben uns Halt, weil sie einfach da sind – ungefragt, treu und echt. Vielleicht spürst du genau jetzt beim Zuhören, wie dir ein ganz bestimmtes Gesicht vor Augen schwebt. Jemand, der in letzter Zeit genau so ein stiller Leuchtturm für dich war – oder vielleicht schon seit Jahren wie ein fester Fels in deiner Brandung steht. Vielleicht magst du genau heute Abend noch kurz zum Telefon greifen, eine kleine Sprachnachricht tippen oder der Person einfach nur ein Foto von einem Lächeln schicken. Ganz unaufgeregt. Ohne Anlass. Einfach nur mit den Worten: „Hey... danke, dass es dich in meinem Leben gibt. Schön, dass du du bist.“ Atme jetzt die frische Seeluft tief ein, lass die Schwere des Tages hinter dir und hab eine wunderschöne, getragene und friedliche Woche.
Deine Luzie Anina....

Küstenpostkarte vom 11.10.2026 - Wenn die See rauh wird - Mobbing am Arbeitsplatz

Meerblick für die Ohren: Ab sofort kannst du dir die Küstenpostkarte auch vorlesen lassen! Entdecke sie auf Spotify  oder höre gern dierekt hier rein...

Küstenpostkarte: Wenn die See rau wird Mobbing am Arbeitsplatz 

Hallo du. Schön, dass du heute wieder deine virtuelle Postkarte von der Küste öffnest. Nimm dir einen Moment Zeit, atme einmal tief durch. Lass die Schultern sinken. Du bist hier sicher.

Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das oft leise beginnt, sich aber rasend schnell wie ein eisiger Seewind ausbreitet: Druck, Ausgrenzung und das Gefühl, am Arbeitsplatz plötzlich keinen festen Boden mehr unter den Füßen zu haben.

Vielleicht kennst du das. Du wachst morgens auf, und noch bevor der Wecker klingelt, liegt da dieser schwere Stein in deinem Magen. Ein Gefühl von Beklemmung, das dir die Luft zum Atmen nimmt. Du gehst zur Arbeit, aber du gehst nicht mehr mit Vorfreude – du gehst mit einem unsichtbaren Schutzschild.

Es beginnt oft schleichend. Ein Tuscheln im Flur, das verstummt, sobald du den Raum betrittst. Blicke, die dich entwerten. Informationen, die dich „zufällig“ nicht erreichen. Oder das Gefühl, dass egal, was du tust, es niemals genug ist. Du fängst an, an dir selbst zu zweifeln. Du hinterfragst deine Kompetenz, deine Wahrnehmung, deine Worte. Du fragst dich: Liegt es etwa an mir? Bin ich zu empfindlich?

Ich möchte dir heute eines ganz deutlich sagen, und ich wünsche mir, dass es tief in dein Herz dringt: Nein. Es liegt nicht an dir.

Wenn der Wind an der Küste zu stark bläst und die Wellen gegen die Dünen peitschen, dann liegt das nicht an der Düne. Die See ist manchmal rau und unfair. Und die Dynamiken unter Menschen können es leider auch sein.

Wenn du dich gerade in so einer Situation befindest, fühlt sich das oft wie ein Ausgesetztsein im tiefsten Nebel an. Man verliert die Orientierung. Man zieht sich zurück, wird leiser, macht sich kleiner, um nur keine Angriffsfläche mehr zu bieten. Aber dadurch wirst du nicht unsichtbarer – du wirst nur einsamer.

Bitte vergiss niemals, wer du bist, wenn das Licht der anderen auf dich fällt. Deine Güte, deine Leistung, dein Wert als Mensch bemessen sich nicht nach dem Verhalten von Personen, die ihre eigene Unzufriedenheit oder Unsicherheit an dir abladen.

An der Küste lernen wir eines von den Sturmmöwen: Wenn der Wind zu heftig wird, drehen sie sich nicht weg. Sie nutzen den Wind, um höher zu steigen – oder sie suchen sich einen geschützten Ort am Strand, um den Sturm auszusitzen.

Wenn du gerade durch diesen Sturm gehst: Hol dir Hilfe. Sprich es aus. Vertraue dich jemandem an. Such dir deinen sicheren Hafen. Du musst diesen Weg nicht alleine gehen, und du musst diesen Schmerz nicht leise ertragen. Du hast jedes Recht der Welt, Raum einzunehmen, respektiert zu werden und friedlich durch deinen Tag zu gehen.

Atme durch. Lass dich von der Küstenluft tragen. Du bist stärker, als dieser Sturm gerade erlaubt zu fühlen. Und vergiss nicht: Nach jedem Hochwasser kommt auch wieder die Ebbe – und die Sonne bricht durch den Nebel.

Ich schicke dir eine feste Umarmung von der Küste.

Deine Luzie Anina.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

Küstenpostkarte vom 04.10.2026 - Wenn der Akku wieder einmal leer ist

Küstenpostkarte Wenn der Akku leer ist, bevor der Tag beginnt..
 
Kennst du dieses Gefühl? Du wachst auf, der Wecker klingelt, draußen ist es noch grau und still – und anstatt frischer Energie ist da... einfach nichts. Kein Schwung, keine Vorfreude, nur eine schwere Müdigkeit, die sich schon in den Knochen breitgemacht hat, bevor der Tag überhaupt die Chance hatte, anzufangen. Wir leben in einer Welt, die uns permanent einredet, dass wir funktionieren müssen. Wie ein Smartphone, das man morgens vom Stecker zieht: Es wird erwartet, dass die Anzeige auf 100 Prozent steht. Sofort. Bereit für Leistung, bereit für den Trubel, bereit, die Erwartungen aller anderen zu erfüllen. Aber wir sind keine Maschinen. Wir sind Menschen. Manchmal verbrauchen Sorgen, der ständige Druck im Job, das Gefühl, es allen recht machen zu müssen, oder einfach die unzählig gedrehten Runden im Hamsterrad mehr Energie, als wir zugeben wollen. Wir brennen an zwei Enden gleichzeitig und wundern uns dann, wenn das Licht plötzlich flackert. Wir schleppen uns durch den Tag, setzen ein Lächeln auf, funktionieren im Büro, in der Klinik oder im Alltag – während es innen drin längst stockfinster ist. An der Küste gibt es Tage, da liegt eine tiefe, bleierne Stille über dem Watt. Das Wasser hat sich weit zurückgezogen, es ist Ebbe. Nichts tobt, keine Welle bricht sich, der Meeresboden liegt offen und verletzlich da. Es sieht fast ein bisschen trostlos aus, wenn man nicht weiß, was die Natur vorhat. Doch wir wissen: Die See hat sich nicht verabschiedet. Sie holt nur Luft. Sie sammelt ihre Kräfte in der Tiefe, ganz leise, ganz unsichtbar, bis die Flut von ganz alleine zurückkehrt und alles wieder mit Leben füllt. Warum zugestehen wir uns selbst diesen Rhythmus eigentlich nie? Warum haben wir solche Angst davor, zu sagen: „Heute reicht es nur für fünfzig Prozent“? Oder sogar nur für zehn? Warum glauben wir, wir müssten uns rechtfertigen, wenn der eigene Akku leer ist, bevor der Tag überhaupt richtig begonnen hat? Vielleicht ist genau heute der Tag, an dem wir aufhören sollten, gegen unsere eigene Erschöpfung anzukämpfen. Vielleicht ist der erste Schritt zu neuer Kraft nicht das Weitermachen, sondern das Innehalten. Sich einzugestehen: Es ist gerade zu viel. Sich die Erlaubnis zu geben, langsamer zu gehen, im eigenen Takt, ganz egal, wie laut die Welt draußen tobt. Dein Akku ist kein Maßstab für deinen Wert als Mensch. Wenn er leer ist, ist das kein Versagen. Es ist einfach nur die Einladung, den Stecker reinzustecken und dir die Ruhe zu nehmen, die du verdienst. Atme tief ein. Der Deich läuft dir nicht weg. Und die Flut – die kommt ganz ganz sicher von alleine zurück.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

Küstenpostkarte vom 06.09.2026

  Warum ein »Nein« manchmal die größte Liebe zu dir selbst ist Es gibt diesen einen kleinen Moment, kurz bevor das Wort deine Lippen verlässt. Dieses Zögern. Die Angst, jemanden zu enttäuschen. Die Sorge, nicht gut genug, nicht belastbar genug oder zu egoistisch zu wirken. Aber wie oft hast du schon »Ja« gesagt, obwohl sich in deinem Inneren alles zusammengezogen hat? Wie oft hast du deinen eigenen Frieden geopfert, nur um die Erwartungen anderer zu erfüllen? Ein »Nein« ist kein Schlag ins Gesicht des anderen. Es ist kein Akt der Härte und keine Absage an die Liebe. Ein »Nein« zu den Dingen, die dich auslaugen, ist das leise, aber bestimmt gepflanzte Versprechen an dich selbst, auf dein eigenes Herz zu hören. Es ist die Erkenntnis, dass deine Grenzen wertvoll sind und deinen Schutz verdienen. Du musst deine Grenzen nicht rechtfertigen. Du musst dich nicht erklären, abmühen oder entschuldigen, nur weil du dich dafür entscheidest, deine eigene Tasse zuerst zu füllen. Wer dich schätzt, wird deine Grenzen respektieren. Und wer deinen Frieden stört, wenn du für dich einstehst, hat zuvor nur von deinen fehlenden Grenzen profitiert. Erlaube dir, durchzuatmen. Richte den Blick nach innen – dorthin, wo die Wellen deines eigenen Lebens schlagen. Lerne Nein zu sagen. Nicht laut oder lautstark, sondern voller Selbstachtung und innerer Ruhe. Hab eine wundervolle Woche Deine Luzie Anina Stonemiller

Weiterlesen »

Worauf wartest du ?         

Moin. Mal ganz ehrlich: Wie lange willst du eigentlich noch warten?

Wir sitzen hier, schauen aufs Meer, trinken unseren Kaffee und erzählen uns die größte Lüge unseres Lebens: „Ich habe gerade einfach keine Zeit.“

Wir sagen es Freunden, wenn wir Verabredungen absagen. Wir sagen es uns selbst, wenn der Sport ausfällt, das Buch ungelesen im Regal verstaubt oder der Traum von der Veränderung mal wieder auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird. „Wenn erst mal dieses Projekt vorbei ist… wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind… wenn der Sommer kommt… dann fange ich an.“

Das ist Blödsinn. Und tief in dir weißt du das auch.

Die Wahrheit ist: Niemand hat Zeit. Zeit ist keine Währung, die man auf einem Sparbuch anhäuft und dann am Ende des Lebens auf einen Schlag ausgibt. Du hast nicht zu wenig Zeit – du hast nur vergessen, dass du die Regie führst. Jedes Mal, wenn du sagst: „Ich habe keine Zeit“, meinst du eigentlich: „Es ist mir gerade nicht wichtig genug.“ Oder noch schlimmer: „Ich erlaube mir selbst nicht, wichtig zu sein.“

Wir rennen durch unseren Alltag wie getriebene Statisten in einer Regieanweisung, die jemand anderes geschrieben hat. Wir haken To-do-Listen ab, funktionieren, bedienen die Erwartungen von Chefs, Partnern, Nachbarn – und wundern uns abends, warum wir uns trotzdem leer fühlen. Wir tauschen unsere wertvollste Lebensenergie gegen den schnellen Kick beim Scrollen auf dem Smartphone oder gegen ein Schulterklopfen von Leuten, deren Meinung uns in fünf Jahren völlig egal ist.

Aber hier ist der radikale Weckruf am Sonntag: Niemand kommt vorbei, um dein Leben für dich zu retten.

Es gibt keinen Hauptgewinn in der Lotterie des Lebens, der dir plötzlich die Erlaubnis erteilt, endlich dein eigenes Tempo zu gehen, deine Grenzen zu setzen oder deinen Kopf frei zu bekommen. Der Mensch, der deinen Alltag verändert, schlüpft jeden Morgen in genau deine Schuhe.

Wenn du das nächste Mal merkst, wie du dich hinter dem Satz „Ich habe keine Zeit“ versteckst, halte an. Atme tief ein – genau wie am Meer, wenn dir der Wind die Gedanken aus dem Kopf bläst. Und frag dich ganz direkt: Wofür opfere ich hier gerade mein Leben? Und wann fange ich eigentlich an, mich selbst ernst zu nehmen?

Das Leben wartet nicht auf deine perfekte To-do-Liste. Es passiert genau jetzt. Mitten im Chaos. Also hol dir deine Zeit zurück.

Drei Fragen zum Mitnehmen für die Woche:

1. Welchem Wunsch sagst du seit Monaten „Ich habe keine Zeit“, obwohl er dir eigentlich am Herzen liegt?

2. Wo sagst du aus Bequemlichkeit „Ja“, obwohl dein gesamter Körper eigentlich „Nein“ schreit?

3. Was wäre die kleinste Sache, die du heute nur für dich tun kannst – ganz ohne schlechtes Gewissen?

 

Jetzt bist du dran:

Welche Ausrede nutzt du am häufigsten, um dich selbst hintenanzustellen? Schreib mir ganz ehrlich in die Kommentare oder schick mir eine Nachricht – ich lese jeden einzelnen Gedanken von dir.

Lass uns diese Woche gemeinsam aufhören zu warten. 

Deal? 

Deine Luzie Anina